Haifischfütterung am Bootssteg

Es steht in keiner Broschüre groß hervorgehoben, kein animierter Abendprogrammpunkt, keine Anmeldung nötig. Und trotzdem versammeln sich jeden Abend Gäste aus allen Ecken des Resorts am Bootssteg und schauen ins Wasser. Wer zum ersten Mal dabei ist, versteht sofort warum.

Was jeden Abend passiert

Täglich um 5:45 Uhr beginnt die Fischs- und Haifischfütterung am Bootssteg des Resorts. Zu sehen gibt es Babyhaie, Schildkröten und verschiedene Fische.

Der Ablauf ist denkbar simpel. Jemand vom Resortteam wirft Fischreste ins Wasser, und dann geht es los. Was innerhalb von Sekunden aus der Tiefe auftaucht, ist jedes Mal überraschend. Die Fische am Steg sind wirklich beachtlich groß.

Babyhaie – meist Ammenhaie – kommen als erste. Träge, neugierig, völlig unbeeindruckt von den Menschen über ihnen. Dann Stachelrochen, die sich flach über den sandigen Grund schieben. Dazwischen immer wieder Schwärme bunter Riffische, die sich um die Futterreste balgen.

Warum das so besonders ist

Bei den meisten Malediven-Resorts sieht man Haie beim Tauchen oder Schnorcheln, wenn man Glück hat. Hier kommen sie zu dir. Kein Tauchschein, keine Ausrüstung, nicht mal nasse Füße. Man steht auf dem Steg, schaut nach unten und ist plötzlich mittendrin in einer Unterwasserwelt, die man sonst nur aus Dokumentationen kennt.

Neben Fisch- und Haifütterung gibt es auch Ausflüge zum Schwimmen mit Ammenhaien. Wer nach der Stegfütterung Lust auf mehr bekommt, kann beim Tauchwentrum nach entsprechenden Touren fragen.

Das Timing ist außerdem ideal. Am Abend am Steg die Haifütterung beobachten ist in Kombination mit dem Sonnenuntergang ein besonders schöner Moment. Das Licht um diese Uhrzeit taucht das Wasser in ein tiefes Türkis, die Sonne geht auf der Westseite unter, und unten im Wasser kreisen die Haie. Schwer zu toppen.

Was man wissen sollte

Die Fütterung ist kostenlos und täglich. Kein Ticket, keine Voranmeldung, einfach hingehen. Am besten fünf Minuten früher da sein, um einen guten Platz am Geländer zu bekommen, denn der Steg ist nicht besonders breit und füllt sich schnell.

Kinder sind begeistert. Wirklich begeistert, auf die echte Art, nicht die höflich-gelangweilte. Ein Babyhai aus einem halben Meter Entfernung zu beobachten macht etwas mit einem, egal wie alt man ist.

Eines noch: Wer Fotos machen will, sollte sein Telefon gut festhalten. Der Steg kann bei vollen Besuchen etwas eng werden, und das Wasser darunter ist tief genug, dass man ein fallengelassenes Gerät nie wiedersieht.