Die Villen im Canareef Resort – Sunrise oder Sunset?

Wenn du im Canareef buchst, triffst du eine Entscheidung, die deinen Urlaub mehr prägt als man zunächst denkt. Ost- oder Westseite? Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang? Standard oder Premium? Die Antwort hängt davon ab, was du dir von deinem Urlaub erwartest – und ein paar Dinge solltest du vorher wissen.

Ostseite – die Sunrise Villas

Die 80 Sunrise Villas liegen auf der Ostseite der Insel, mit Blick auf den aufgehenden Indischen Ozean. Jede Villa bietet 76 Quadratmeter Wohnfläche, ein teilweise offenes Außenbadezimmer mit Dusche und eine Terrasse mit Loungemöbeln.

Wer früh aufsteht, wird hier belohnt. Das Morgenlicht auf dem Wasser ist außergewöhnlich, und die Lagune auf der Ostseite ist flacher und ruhiger als auf der Westseite. Gut zum Schnorcheln direkt vor der Villa, gut für Kinder, gut für alle, die nicht die Hauptattraktion des Abends suchen, sondern den stillen Moment am Morgen.

Ein weiterer Vorteil: Die Ostseite hat nur eine Villa-Kategorie. 80 Einheiten, alle gleich, kein Upgrade nötig. Wer eine Sunrise Villa bucht, weiß genau was er bekommt.

Westseite – Sunset und Premium, zwei völlig verschiedene Welten

Hier wird es interessanter, weil die Westseite zwei sehr unterschiedliche Angebote hat.

Die 71 Sunset Beach Villas sind der direkte Vergleich zur Sunrise Villa auf der anderen Seite. Gleiche Größe, gleicher Grundkomfort, aber mit Blick auf die Lagune und den Sonnenuntergang. Jede Sunset Villa erstreckt sich über 76 Quadratmeter mit teilweise offenem Badezimmer, Terrasse und Blick auf den Strand. Abends, wenn die Sonne ins Meer sinkt, ist das genau das Bild, das die meisten mit den Malediven verbinden.

Die 120 Premium Beach Villas mit Whirlpool liegen ebenfalls auf der Westseite, sind aber eine andere Kategorie. Größer, mit eigenem Whirlpool auf der Terrasse, Himmelbett, separatem Sonnendeck. Ideal für Paare, die etwas mehr Privatsphäre und Romantik suchen, und bereit sind, den entsprechenden Aufpreis zu zahlen.

Das erklärt auch, warum es auf der Westseite zahlenmäßig weniger reine Sunset Villas gibt als Sunrise Villas auf der Ostseite: Ein Großteil der Westküste ist für die Premium Einheiten reserviert, die mehr Platz pro Villa brauchen. Insgesamt hat die Westseite mit 191 Villen aber deutlich mehr Kapazität als die Ostseite mit 80.

Welche Seite passt zu wem?

  • Sunrise Villa – für alle, die früh aufstehen, ruhigeres Wasser bevorzugen, mit Kindern reisen oder einfach ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis suchen ohne auf Abendstimmung angewiesen zu sein.
  • Sunset Beach Villa – für alle, für die der Malediven-Sonnenuntergang zum Urlaub dazugehört und die direkt vom Strand ins Wasser wollen.
  • Premium Villa mit Whirlpool – für Paare, Flitterwochen, besondere Anlässe. Wer sich das gönnen kann und möchte, wird nicht enttäuscht.

Was alle Villen gemeinsam haben

Klimaanlage, Kühlschrank, Kaffee- und Teekocher, 40-Zoll-Fernseher, Badmantel, Hausschuhe, eigene Terrasse mit Meerblick, kostenfreies WLAN. Der Standard ist solide und für ein 4-Sterne-Resort auf einer abgelegenen Tropeninsel mehr als angemessen.

Ein ehrlicher Hinweis – Tropeninseln sind Tropeninseln

Wer auf einer Malediveninsel übernachtet, übernachtet im Dschungel mit Meerblick. Das klingt romantisch, hat aber eine praktische Kehrseite, über die kein Prospekt spricht: Kakerlaken. Auf der Insel begegnet man ihnen regelmäßig, vor allem nachts, wenn die Temperaturen sinken und die kleinen Mitbewohner aktiver werden. In den Villen, auf den Wegen zwischen den Gebäuden, manchmal im Badezimmer.

Das ist kein Versagen des Reinigungsteams und kein Zeichen mangelnder Hygiene. Das ist schlicht Natur auf einer dicht bewachsenen Tropeninsel mit Mangrovenwäldern, Süßwasserseen und dichter Vegetation. Wer sich davor ekelt und damit nicht umgehen kann, sollte das vor der Buchung wissen. Wer mit der Realität einer Naturinsel leben kann, stört sich nach dem ersten Tag nicht mehr daran.

Ein Tipp aus eigener Erfahrung: Lebensmittel und Snacks nicht offen in der Villa liegenlassen, die Terrassentür abends geschlossen halten und Schuhe vor dem Anziehen kurz kontrollieren. Dann hält sich die Begegnungshäufigkeit in Grenzen.